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Kultusministerium und italienisches Konsulat unterschreiben Vereinbarung zur Weiterführung von bilingualen Schulprojekten

Hessische Kultusministerin und italienischer Generalkonsul bei der Unterschrift
14.06.2010 - Pressemitteilung
„Wichtiger Beitrag für die europäische Integration“
 

Die Hessische Kultusministerin Dorothea Henzler und der italienische Generalkonsul Dr. Bernardo Carloni haben heute in Wiesbaden eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der die Weiterführung des bilingualen Schulprojekts in Frankfurt am Main im Rahmen der deutsch-italienischen Zusammenarbeit für die nächsten fünf Jahre festgelegt wird. Es handelt sich um je einen bilingualen deutsch-italienischen Zweig an den Grundschulen Mühlberg und Holzhausen sowie am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. Das bilinguale Projekt startete im Jahr 1997 an der Mühlbergschule, wurde später auf die Holzhausenschule ausgeweitet und findet nun seine Fortführung bis zur 13. Klasse des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums.

„Die Republik Italien und das Bundesland Hessen wollen mit den bilingualen Angeboten an hessischen Schulen einen Beitrag für die europäische Integration leisten“, sagte Henzler. „Mit der Vereinbarung möchten wir Schülerinnen und Schülern ein Lernen in zwei Sprachen und zwei Kulturen ermöglichen.“ Das italienische Generalkonsulat habe dieses Projekt von Anfang an nach Kräften unterstützt und gefördert. Den Jugendlichen würden so die Rahmenbedingungen geschaffen, um besondere sprachliche und interkulturelle Kompetenzen im Sinne eines europäischen Bildungsmodells entwickeln zu können.

Die Besonderheit des Projekts liegt sowohl in der Methode als auch in den Inhalten des Unterrichts, der sowohl von deutschen Lehrkräften im hessischen Landesdienst als auch von aus Italien entsandten italienischen Lehrkräften zweisprachig erteilt wird. Die Schülerinnen und Schüler erfahren auf diesem Weg eine bilinguale Alphabetisierung von der ersten Klasse der Grundschule an, um später in der Sekundarstufe einige Fächer in italienischer Sprache, einige in deutscher Sprache und einige bilingual weiterzuführen. Selbstverständlich werden neben Deutsch und Italienisch auch andere Fremdsprachen gelernt, so wie in den anderen Gymnasien.

In diesen Wochen legt die erste bilingual geführte Klasse das bilinguale Abitur am Freiherr-vom-Stein-Gymansium ab. Von den fünf vorgesehenen Prüfungen werden zwei in italienischer Sprache durchgeführt, und zwar Italienisch und Geschichte. Darüber hinaus müssen die Abiturientinnen und Abiturienten eine zusätzliche mündliche Prüfung in italienischer Sprache absolvieren. Mit diesem Abschluss erwerben die Absolventinnen und Absolventen das Anrecht zur Einschreibung an allen Hochschulen in Deutschland sowie in Italien, ohne die vorgesehene Sprachprüfung ablegen zu müssen.

„Gemäß dem Motto der Europäischen Union ‚In Vielfalt geeint’ möchten wir die Vielfalt unterschiedlicher Herkunftsländer, unterschiedlicher Muttersprachen und unterschiedlicher Kulturen im Unterricht erfahrbar machen, um den Schülerinnen und Schülern auf diese Weise auch ein Gefühl für die Europäische Identität zu vermitteln“, so Henzler. 


Pressestelle: Kultusministerium
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